| lyric | Es rauscht ein Quell im stillen Wald, Die Sonne geht zur Neige, Der Vöglein Abendlied verhallt, Es dämmert durch die Zweige.
Des Sommerabends linder Hauch Fliesst hin durch Busch und Matten, Und über Halde, BAum und Strauch Zieht langer Abendschatten.
Und traumverloren lausche ich Dem Stillen Waldesweben, Und vor dem Geiste reget sich Ein wunderseltsam Leben.
Es huscht heran durch's Dämmerlicht Dort aus der dunk'lem Ferne Ein Spuk, der durch die Hecken bricht, Es glitzern hell die Sterne.
Da rauscht es durch die Lüfte schon Wie Pirsch und Waldmannsjagen, Hell durch die Luft manch' schrillen Ton Wird an mein Ohr getragen.
Die Peitsche knallt, es tönt das Horn, Und mit Hallo braust's weiter, Und rings aus Hecken, Buschund Dorn Herein stürmt Ross und Reiter.
Und rings ein toller, lust'ger Reih'n Viel luftiger Gesellen, Die Rüden kläffen laut darein, Und schmettern Hörner gellen.
Siegfried, Siegfried der Held, Auf feurigem Ross sprengt er voran, Der herrlichste Helde, Siegfried der Held!
Aus blauen Augen leuchtet ihm hell Des Lebens wonnigster Mai, Holdeste Anmut seligster Jugend, Von Liebe verklärt, ihn umstrahlt.
Doch siehe er hinab in die Blümelein, Die werden von Blut so rot; Die neigen die Köpfchen und weinen still Um des edelsten Helden Tod.
Nun schläft der Wald, ein bleiches Licht Liegt träumend auf der Halde; Die Quelle raunt ihr altes Lied Von Siegfrieds Tod im Walde. |