Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Es rauscht ein Quell im stillen Wald,

Liedtext

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first_lineEs rauscht ein Quell im stillen Wald,
lyricEs rauscht ein Quell im stillen Wald,
Die Sonne geht zur Neige,
Der Vöglein Abendlied verhallt,
Es dämmert durch die Zweige.

Des Sommerabends linder Hauch
Fliesst hin durch Busch und Matten,
Und über Halde, BAum und Strauch
Zieht langer Abendschatten.

Und traumverloren lausche ich
Dem Stillen Waldesweben,
Und vor dem Geiste reget sich
Ein wunderseltsam Leben.

Es huscht heran durch's Dämmerlicht
Dort aus der dunk'lem Ferne
Ein Spuk, der durch die Hecken bricht,
Es glitzern hell die Sterne.

Da rauscht es durch die Lüfte schon
Wie Pirsch und Waldmannsjagen,
Hell durch die Luft manch' schrillen Ton
Wird an mein Ohr getragen.

Die Peitsche knallt, es tönt das Horn,
Und mit Hallo braust's weiter,
Und rings aus Hecken, Buschund Dorn
Herein stürmt Ross und Reiter.

Und rings ein toller, lust'ger Reih'n
Viel luftiger Gesellen,
Die Rüden kläffen laut darein,
Und schmettern Hörner gellen.

Siegfried, Siegfried der Held,
Auf feurigem Ross sprengt er voran,
Der herrlichste Helde,
Siegfried der Held!

Aus blauen Augen leuchtet ihm hell
Des Lebens wonnigster Mai,
Holdeste Anmut seligster Jugend,
Von Liebe verklärt, ihn umstrahlt.

Doch siehe er hinab in die Blümelein,
Die werden von Blut so rot;
Die neigen die Köpfchen und weinen still
Um des edelsten Helden Tod.

Nun schläft der Wald, ein bleiches Licht
Liegt träumend auf der Halde;
Die Quelle raunt ihr altes Lied
Von Siegfrieds Tod im Walde.
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