| lyric | 1. Wach' auf, du träumender Tannenwald, wach' auf! Es atmet leichter jetzt Jung und Alt, wach' auf! O horch, welch' seltsames Klingen, das Eis, das starre, es bricht, die Ketten, die drückenden springen, 's wird Licht, 's wird wieder Licht. Schneeglöckchen läutet den Frühling ein, der Winter muss weichen dem Sonnenschein. Herbei ihr Sänger i Thal und Höh'n, die Blüten warten, bald duftet's schön, bald glühet, was vorher hart und kalt, heraus, ihr Schläfer, in Flur und Haid'! Wach' auf, du träumendere Tannenwald, 's ist Frühlingszeit.
2. Waach' auf, du träumendes Menschenherz, cah' auf! Verscheuch' den Kummer, vergiss den Schmerz, wach' auf! Was nützt das ewige, ewige Klagen,was alles nagende Weh', die Menschen, die dürfen nicht zagen, den Blick hinauf zur Höh'. Dort wohnt doe Liebe, der Vater dein, er heilet die Schmerzen, er lindert Pein! Der STurm muss brechen in stiller Nacht,eh' aus dem Schlafe die Welt erwacht. Es wird sich wenden der bitt're Schmerz, nur Mut, es schwindet auch alles Leid! Wach' auf du träumendes Menschenherz, 's ist Frühlingszeit. |