| lyric | 1. Des Tages hehre Flamm wird fahl und färbt im Scheiden die Höh'n. Die Schatten zieh'n sich stumm ins Tal, und Sterne leis ringsum erstehn. Der Mond beginnet seinen Lauf; gescheucht vom Wind die Wolken ziehn, und düstre, lange Stunden fliehn.
Da steigt im goldnen Osten auf der junge Wonnetag,erquickt, was krank und bange lag, der junge, schöne Maientag.
2. Willkommen, Stern, so hell und klar, der du am blauen Himmel lachst, mit deinem Glanze wunderbar den herben Schmerz gelinder machst. Du leuichtest traut ins Kämmerlein. Wacht auf nun, all ihr Knecht und Herrn! Die Sonn' sieht ihre Kinder gern.
Sie dringt n euch tief ins Herz hinein und weckt's, wenn's krank und frostig, am jungen, schönen Maientag.
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