Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Hier im stillen Thal an der Bergeshalde,

Liedtext

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first_lineHier im stillen Thal an der Bergeshalde,
lyricHier im stillen Thal an der Bergeshalde,
friedlich rings umkränzt von verschwieg'nen Walde,
wo der Schilf im Teich, wenn der Abend dustert,
träumerisch flüstert;

wo das Mühlrad ruht vom geschwätz'gen Treiben,
dunkler Epheu an der Mühle Scheiben,
das Gebälk umraknt, bis zum Giebeldache
kletternd am Bache;

wo versteckt im Grün, das der Abend röthet,
süss die Nachtigall in den Zweigen flötet,
und der Matten Sammt im Gehölz
der Birken Blumen durchwirken:

Selig dort zu ruh'n im beglückten Frieden,
fern vom Lärm des Tag's, von der Welt geschieden,
eine liebe Hand an das Herz zu drücken,
doppelt Entzücken.

Fernab zieht Gewog, der bewegten Zeiten,
wo die Völker sich um den Lorbeer streiten,
triumphierend auf die zerstörten Schranken
zeigt der Gedanken.

Hier ist kampflos Glück und die alte Wahrheit,
wie die Sonne alt und von gleicher Klarheit.
Ew'ge Gaben sind's die Natur uns spendet,
Allen gesendet.

Gross und still ihr Gang, ihr Gesetz ist ehern,
Blinden offenbar, wie den grössten Sehern!
Wieg' und Grab ist sie dem Geschlecht hienieden,
heilig ihr Frieden.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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LiedblattNaturfriedenChormusikTTBB