| lyric | Noch ist die Welt voll tiefer Nacht, doch ist die Drossel schon erwacht und wittert schon den ersten Schein, der uns den Tag soll bringen, und setzt mit tiefem Kehllaut ein, ihm Lob und Dank zu singen.
Und wie der erste Ton aufklingt, ein zartes. blasses Dämmern dringt herüber von des Ostens Rand, und Licht und Ton umschließen sich zart und lassen übers Land nun Well auf Welle fließen.
Steigt heller auf der Lobgesang, will stärker auch des Lichtes Drang sich läuternd in das Dunkel ein mit allen Kräften drängen, als ob hier Ton und Morgenschein aus einer Quelle sprängen.
Allmächtig braust die Lichtflut her. Die Drossel singt nicht einsam mehr. Ein Vogel nach dem andern hebt sein Köpfchen aus den Schwingen und sieht den Morgen und erbebt und muß erschüttert singen.
Da fluten Licht und Lobgesang wie einer Orgel voller Klang, der durch die morgendliche Welt auf Vogelfittichen gleitet, dem Gott den Weg bereitet, der flammend hinterm Berge hält. |