| lyric | Sie standen in Norwegs Feld gerüstet zum Streit: die alte gegen die neue Zeit. Das, was mußt' fallen, gegen das, was bestehn sollt', das, was wollt' wachsen, gegen das, was vergehn sollt'. Dazogen das Schwert sie zur selbigen Stund', der kühne, junge Olaf und der graue Torehunt.
Und der Heerruf erscholl, daß die Erdfesten dröhnten, und die Pfeile schwirrten und die Spieße stöhnten. Nun meldet die Sage: Du trug ein tapfrer Mann, Tord Foleson, Olafs Banner voran. Von diesem Bannerträger wird man singen und sagen, so lang man in Norweg Banner wird tragen.
Denn wie er die tödliche Wunde empfing, weit vor in den Kampf mit dem Banner er ging und bevor er fiel, mit der letzten Kraft fest in die Erde stieß er den Schaft. Und die alte Sage, sie tut und kund: Tord fiel zu Boden, doch das Banner stund!
Und solches soll fürder ein jeder noch wagen, der das Freiheitsbanner im Kampf mag tragen! Der Mann mag sinken, wenn das Banner nur steht, gleich jenem in Norwegs Feld, wie die Sage geht. Und das ist das Herrliche, Große auf der Welt: Das Banner kann stehn, wenn der Mann auch fällt! |