| lyric | 1. Mit Rheinwein füllt die Becher! Der perlt so klar und frisch! Ich sass als wack'rer Zecher an manchem Schenkentisch, sah weissen Wein und roten in Kelchen spiegelblank, doch nichts hat überboten der Heimatt Göttertrank! Da bergen doch die Fässer den allerbesten Wein! Es zecht sich nirgends besser, als an dem deutschen Rhein.
2. Zum Lorbeer, zu den Palmen, trieb mich die Sehnsucht hin, ich sang der Minne Psalmen der stolzen Römerin. Betrogen und verlassen, das war des Liedes Schluss. Komm! lass dich fest umfassen zum heissenLiebeskuss, du herrlichste der Rosen, du rheinische Mägdelein! Ich kenn' kein süss'res Kosen, als an dem deutschen Rhein.
3. Schenkt ein den Saft der Trauben, des Rheingau's goldnen Schatz! In grünen Rebenlauben, da ist der schönste Platz. Ein wundersames Klingen durch Thal und Hügelzieht, des Stromes Wogen singen den Chor zu meinen Lied. Bei Sang und Kuss und Reben erblühnt uns Seligkeit! Will zechen, lieben, leben, am Rhein, am deutschen Rhein. |