| lyric | 1. Es dunkt mi hät so fiirlig schö, viel früntliger als geschter. Es Singe wott em öberneh, es ischt halt Samsta-Vesper. Ehr, Fraue, machet d'Fenschter uf, es fangt jetz denn a lüüte. Mer losid gern ond sinnid druf, was d'Glotgge üüs bedüüte.
2. S'erscht Glöggli, ase fii und zart, tönts nüd wie vo me Engel? S'zweit isch es betzli gröbrer Art, ond doch isch au ken Bengel. Als dretti d'Vesperglogge chood, sie tued üs lehre danke, au bete om üs täglich Brot, ond nie vom Globe wanke.
3. Ond d'Fraueglogge, gellit au, chönnt allerhand üs b'brichte: Vo Hochzigfreude aber au voviele Leidesgschichte. Z'letscht tönt no d'Manneglogge dree, die wott halt näbes gilte. Mer wönd mit ehre z'frede see, sös hett mes denn verschpielte.
4. Wenn all föf Glogge sönd im Schwung, so isch e herrligs Klinge, denn möcht me mit Begeischterung auno es Loblied singe. Du fiirligs Samsti-Vesperglüüt, chönnscht du i d'Herze dringe, wie viele Mensche wettisch du en inn're Frede bringe. |