| lyric | Es wehn des Abends milde Lüfte erfrischend über Berg und Tal, und um die mächt'gen Hünengrüfte legt sich der Sonne letzter Strahl.
Der Dornbusch schlingt mit seinen Zweigen sich um den alters grauen Stein, es regt kein Laut sich, tiefes Schweigen hüllt diese Todesstätte ein.
Erloschen ist der letzte Funken des Lichtes unterm Himmelszelt, und unter ihm ruht schlummertrunken, voll heilgen Friedens ruht die Welt.
Doch als nun die Schauer der Mitternacht sich lagern über der Halde, da tönt es: Ihr Helden erwacht! Es ruft euch zum Kampfe der Skalde.
Da weichen die Steine die lastend schwer, die riesigen Leiber bedecken. Sie schreiten daher mit Schwert und Speer zum Kampfe die mannlichen Recken.
Der Schlachtruf schallt, und es schwingt die Wehr der Arm das gewaltige Eisen, und fern grollt dumpf und schaurig das Meer mit seinen gewaltigen Weisen.
So tobet die Schlacht bis die Morgenluft herüberweht vom Walde; da ruft sie zurück zu der dunklen Gruft mit mahnenden Worte der Skalde.
Die Lerchen steigen zum Äther empor und in ihr jubelndes Schmettern tönt es bald leise, wie Geisterchor, bald laut wie Sturmeswetter:
Heil! den Helden allen, die selig und beglückt, ob sie im Kampf gefallen, die Siegeskrone schmückt.
Mag euch, o mag auch ihr Herzblut färben den heimatlichen Strand: o selger Tod zu sterben für's teure Vaterland! |