| lyric | Schnell bricht herein die finstre Nacht, laut rast der Sturm, der Hochwald kracht; schwarz niedrig ob den Ebnen zieh'n die regenschwerne Wolken hin.
Nun kehrt der Jäger heim vom Moor, das Rebhuhn findet Schutz im Rohr; ich aber schweife sorgenschwer entlang am schönen Strand des Ayr.
Der Herbst beweint die reife Saat, auf die der Winter herrisch trat; an seinem Himmel sonst so klar ballt nun der Sturm der Wolkenschaar.
In meiner Brust gerinnt das Blut, gedenk' ich der empörten Blut, und dass ich zieh'n muss über's Meer, fern von dem schönen Strand des Ayr.
Zwar ob die Brandung tobt und brüllt und diesen Strand in Schrecken hüllt, dem Tod in's Auge furchtlos schaut, wer mit der Noth wie ich vertraut.
Da wird manch' Herzensband gelöst, manch' alte Wunde jäh entblösst, bricht klaffend auf und blutet sehr, scheid' ich vom schönen Strand des Ayr.
Lebt wohl, Alt Coila's Berg' und Flüh'n, du Haide, Moor und Ginstergrün, die ihr von meinem Bittren Leid um todte Liebe Zeugen seid,
Lebt wohl, ihr Freund' und Feinde mein, dort biet' ich Liebe, hier Verzeih'n mein Herz doch Thränen sagen mehr, leb' wohl du schöner Strand des Ayr. |